Der Leistungskurs Biologie ist den Tätern auf der Spur

Am 09.04.2024 unternahmen die Schüler*innen des Leistungskurses eine Exkursion in die Experimenta, um an einem Laborkurs zum Thema DNA-Techniken teilzunehmen. Ziel war es, unter Anwendung der bereits bekannten Verfahren der […]

Typisierungsaktion der Jahrgangstufenschüler*innen im Kampf gegen Blutkrebs

DKMS20210416 1Alle 12 Minuten erhält in Deutschland jemand eine erschütternde Blutkrebsdiagnose.

Aber was ist Blutkrebs eigentlich genau?

Blutkrebs ist ein Sammelbegriff für verschiedene bösartige Erkrankungen des blutbildenden Systems, wobei sich hier Blutzellen unkontrolliert teilen und so die normale Blutbildung massiv beeinträchtigen. Allgemein liegen all diesen Erkrankungen veränderte Stammzellen zugrunde, deren Reparatur nicht möglich ist und defekte Blutzellen sich deshalb vermehren.

Für Blutkrebspatienten gibt es heute verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Wenn jedoch zum Beispiel eine Chemotherapie nicht wirkt, ist für viele Patienten die sogenannte Stammzellspende die letzte Chance, den Blutkrebs zu besiegen. Um Stammzellspender werden zu können, müssen zuerst Gewebemerkmale bestimmt werden. Solche Gewebemerkmale (auch HLA-Merkmale genannt) sind Muster auf der Zelloberfläche, die man sich als „Fingerabdruck der Zelle“ vorstellen kann. Sie sollten bei Spender und Empfänger möglichst zu 100% identisch sein, um Abstoßungsreaktionen zu vermeiden. Diese Merkmale können durch einen einfachen Wangenabstrich bestimmt werden (Typisierung). Wird dadurch ein geeigneter Spender für den Erkrankten gefunden, so kann nach weiteren Untersuchungen eine Stammzellspende eingeleitet werden. Diese erfolgt dann durch eine periphere Stammzellentnahme ambulant oder durch eine Knochenmarkentnahme unter Vollnarkose.